Legasthenie rechtzeitig erkennen

Legasthenie kann sich auf ganz unterschiedliche Weise äußern und ihre Ursachen bereits in der Frühentwicklung im Kleinkindalter haben. So hat im Vorschulalter jedes Kind im Grunde seine eigene Art von Legasthenie, was bis zu einem gewissen Grad ganz normal ist. Kleinere Sprachfehler können, aber müssen keine Zeichen für eine Legasthenie sein.
Die Probleme treten oft erst in der Schule auf, wenn das Lesen, Schreiben oder Sprechen größere Schwierigkeiten bereiten. Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, wird bei der Vorschuluntersuchung, die ja für jedes angehende Schulkind Pflicht ist, die Sprachentwicklung und mögliche organische Ursachen für eine Fehlentwicklung untersucht. Diese können sich dann oftmals schon vor Erhalt der Zuckertüten durch geeignete Lern- und Lesehilfen beheben.
Auch in den Kindergärten werden im letzten Kindergartenjahr einige Test bezüglich der sprachlichen Schuleignung durchgeführt. Dabei hat sich vor allem das Bielefelder Screening zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibfähigkeit (BISC ) bewährt, bei dem auf spielerische Art und Weise, z. B. durch das Sortieren von Farben oder Bürobedarf, die Wahrnehmung und die Unterscheidung von Silben und Lauten und andere Faktoren, die im Zusammenhang mit der Sprachentwicklung stehen, getestet werden.
Wenn Sie sich als Elternteil Sorgen um die Sprachentwicklung ihres Kindes machen, weil es z. B. erst sehr spät begonnen hat zu sprechen, Fragen oder Aussagen nicht versteht oder viele Sprechfehler macht, brauchen Sie natürlich nicht erst bis zur Vorschuluntersuchung zu warten, sondern können sich schon viel früher an den Kinderarzt oder einen Logopäden wenden. Wichtig dabei ist jedoch, selbst keinen Druck auf das Kind auszuüben, in dem man es jeden Tag mit Sprechübungen traktiert und seine Sprechfehler ständig verbessert, sondern sich an die Ratschläge der Ärzte und Therapien zu halten.

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