Lern- und Lesehilfen im Alltag
Leiden Kinder unter einer Lese- und Rechtschreibschwäche, fühlen sie sich selbst sehr unsicher und trauen sich noch weniger ans Schreiben oder Lesen heran. Wichtig ist es daher, sie als Eltern stark zu fördern und ihr Interesse spielerisch zu wecken, statt stets negativ auf die Schwierigkeit hinzuweisen. Hilfreich sind z.B. bunte Bücher, die die Aufmerksamkeit mit einer kindgerechten Aufmachung auf sich Ziehen und Lust aufs Lesen machen. Dieses sollte dann in einer hellen Umgebung stattfinden, um die Augen nicht zu schwächen. Ratsam ist es daher, das Rollo am Fenster zu schließen und dann lieber auf künstliche Lichtquellen zurückzugreifen. Das hilft nicht nur abends, sondern auch tagsüber, wenn Wolken den Lichteinfall immer wieder verändern. Neben der bunten Gestaltung sollten die Bücher auch Bilder enthalten und in Druckschrift in nicht zu kleiner Schrift geschrieben sein, da es sich so gleich viel besser lesen lässt. Dieser Tipp gilt dann auch den Lehrern in Schulen, die Folien und Kopien gern mal als handgeschriebene Texte herausgeben, die nicht nur Kindern mit Lese- und Rechtschreibschwäche Schwierigkeiten bereiten.
Kinder kommen zudem besser mit dem Lesen zurecht, wenn jede Zeile sinnvoll in sich abgeschlossen ist, sodass die Kids den Sinnzusammenhang leichter verstehen. Ideale Helfer sind im Weiteren auch Leselineale, Lesepfeile oder Lesefenster. Das heißt, die Kinder legen das Lineal genau auf die Zeile, wo sie gerade sind oder decken sogar nur das jeweilige Wort auf, um sich besser auf die jeweilige Stelle zu konzentrieren. Der restliche Text wird, wie das Fenster durch Flächengardinen, abgedeckt. Hilfreich sind im ähnlichen Zusammenhang auch farbige, durchsichtige Lesefolien, die auf den Text gelegt werden, da vielen Kindern das Lesen von schwarzen Texten auf farbigen statt weißen Untergrund leichter fällt. Dafür lassen sich auch farbige Brillengläser verwenden. Als Eltern sollte man versuchen, das Kind immer wieder zum Lesen und Schreiben anzuregen, z.B. beim Notieren und anschließenden Vorlesen des Einkaufszettels oder anderen Erledigungen, sodass es stets motiviert an die Beseitigung der Schwäche herangeht und bald schon Freude an der gesprochenen und geschriebenen Sprache hat.